Am Tage des Gerichts

von Peter Rosegger

Aufführungsort: Freilichtbühne Kirchenplatz Schönau im Mühlkreis

Auf Spurensuche begibt sich heuer das Theater Schönau anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums. Ein Plakat aus dem Jahr 1919 zeugt davon, dass es in Schönau schon damals engagierte Laiendarsteller (Dilettanten) gab.

Am Tage des Gerichts – so hieß das Stück das gemeinsam mit dem Musikverein Schönau damals aufgeführt wurde. 100 Jahre später soll es deswegen wieder auf die Bühne gebracht werden.
Das einzige Theaterstück von Peter Rosegger spielt in einer Zeit, in der es aus der Armut kaum ein Entrinnen gab. Wer nichts hatte, bekam nicht einmal die Chance auf gerechte Arbeit, um sich wenigstens aus eigener Kraft seinen Unterhalt sichern zu können. Verdammt dazu, demütig sein Schicksal anzunehmen, ohne Aussicht auf Hoffnung. Berufe wie Kohlenbrenner, Pechschaber, Ameisgräber und Wurzner zeugen davon. Oft blieb nur der eine Ausweg, um die eigene Familie zu ernähren … die Wilderei.

Straßl Toni ist einer dieser Hoffnungslosen, der mit seinem Gewissen ringt. Soll er auf dem rechten Pfad bleiben und riskieren, dass seine Familie verhungert oder soll er doch den Pfad des Diebes, des Wilderers einschlagen? Nur einmal …?

Es kommt wie es kommen muss. Die Not treibt ihn an. Das Unglück geschieht – ein Leben wird genommen. Ein Schuldiger scheint schnell gefunden. Die Gesellschaft kennt keine Gnade, kein Mitgefühl. Denn die Armut lässt kaum Raum für Gerechtigkeit und Mitleid. Und doch gibt es auch in den dunkelsten Zeiten Menschen, die verzeihen, die Hoffnung geben.

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